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Außer Süden nix gewesen

Ein Einblick in unseren Alltag

Die Situation in Spanien und bei uns auf dem Campingplatz ist nach wie vor quasi unverändert. Hier und da reist mal wieder einer ab, hinzu kommt keiner, da die Plätze immernoch geschlossen sind. Beim täglichen spazieren entdeckt man hin und wieder vereinzelt Wohnmobile und Gespanne in den vereinsamten Gassen zwischen den Ferienwohnungen, die sich auf der Durchreise einen sicheren Platz für die Nacht suchen. Ein Gerücht macht derzeit die Runde, dass Spanien am 26. alles schließen möchte und uns so zur Heimreise zwingen würde. Wir halten uns an die Anweisung unseres Campingplatzbetreibers, der uns versprochen hat bescheid zu geben, sollte sich die Situation für uns ändern. Bedeutet für uns, weiter die Füße still halten und weiter so gut es eben geht die Sonne, das Meer, Speis und Trank und uns selbst zu genießen. Das klappt bis jetzt ganz gut 😉 Wir fühlen und noch wohl und uns geht gehts gut.

Weil sich die Tage im Prinzip alle ähneln, möchten wir euch heute einen Einblick in unseren Alltag schenken. Es folgen nun viele Bilder der letzten Tage, chronologisch, exemplarisch am Ablauf eines Tags.

Morgenrunde mit Max und Lotte

Wir halten uns einigermaßen an die verhängte Ausgangssperre und beschränken uns auf eine Runde über den Strand am hinteren Ende des Platzes, entlang der Straße neben dem Campingplatz und durch den Haupteingang wieder zurück zum Camper. Jeden Morgen gibt es den ersten kleinen Snack für Lottchen mit Blick aufs Meer und die aufgehende Sonne, für Papa einen Kaffee.

Frühstück

Auf einem Bein kann man bekanntlich nicht stehen und ein kleiner Getreidekringel bringt noch lange nicht die Energie, die unserer Keine für den Tag braucht. Zudem, sollte man einen zweiten Kaffee anwenden um den Rest Schlaf aus den Augen zu bekommen.

Für Lottchen gibt es Muse-Baguette und Frucht wenn grad was feines da ist. Anne hält sich da lieber an Nutella, ich an Wurst.

Mittach – Bubu

Wer viel isst, wird auch gern mal Müde. Zudem sind Spielen, Stehübungen am Fenster und Krabbel-Training auch kein Kinderspiel. Für Lottchen wirds Zeit für einen kleinen Vormittagsschlaf. Ich nutze diese meist mit schnitzen und Dinge von A nach B tun, Anne mit Lesen und wir im Wechsel mit der „notwendigen“ Hygiene.

Mittachessen

Weil Schlafen wiederum hungrig macht, klingelt um 12 auch schon das Glöckchen zum Mittagstisch. Hier stellen wir uns noch nicht wirklich geschickt an. Der übliche Mittagsbrei blieb schon einige Zeit her auf der Strecke. Nun wird gekocht was Erwachenenessen schon ziemlich nah kommt. Gut an kommt es jedoch nicht immer. Wir versuchen und in Kartoffel, Karotte, Nudeln mit Tomatensoße, Süßkartoffeln, Reis… Alles in einem Zwischenstadium von Brei und Ursprungsagregatzustand.

Mittagsrunde – Entdeckerzeit

Unser Radius ist leider sehr begrenzt, dennoch lassen sich auch auf mehrfach gegangenen Wegen ständig neue Dinge entdecken. Meist verläuft unsere Runde einmal ums Karree des Platzes zu einem weiteren Stück Strand. Weil keiner unterwegs sein darf haben wir dort entsprechen unsere Ruhe. Oder wir laufen weg vom Meer in Richtung Landwirschaft, zwischen Oliven- und Maulbeerbäumen, durch Minze- und Petersiliefelder.

In den meisten Fällen, ohne dass man es wirklich mitbekommt, dehnen sich unsere Ausflüge trotzdem gen Nachmittag. Gut und gerne kann es da schonmal 15-16 Uhr werden, bis wir zurück am Camper sind. Dort verbringen wir die Zeit, zum Glück meist in der Sonne, vor dem Camper, spielen mit Lottchen, jagen Max noch über die leeren Stellplätze, gönnen uns ein Bierchen und ein Glas Wein und bereiten langsam das Abendessen vor. Bisher können wir uns kulinarisch nicht beschweren. Auch heute – ich bin dran mit Einkauf – werden wir uns was gönnen. Geplant sind Muscheln und Scampi vom Grill. Drückt die Daumen, dass kein Hamster vor mir da war und die Frischetheke geplündert hat. Ich nehme jetzt die Bestellungen der Nachbarn auf (so wird das hier im Wechsel gehandhabt) und mach mich auf das kleine Abenteuer „Einkauf“.

… und schon wieder zurück. Einkauf lief problemlos… Es scheint als würden die Spanier ordentlich Disziplin beweisen. Volle Regale, leere Gänge, Abstand zwischen den Einkäufern. Lediglich die Fischfrischtheke war etwas mager. Aber es sei ihnen verziehen 😉 Heute gibt es frischen Lachs

Weiter im Text…

Unser Abend

Wir kochen sowohl drinnen als auch draußen auf unserer mobilen Outdoor-Küche. Seht her

Wieviele Tage wir das noch wiederholen dürfen ist noch unklar. Kurz haben wir überlegt, den Heimweg anzutreten. Irgendwie fällt es uns jedoch noch schwer. Daher werden wir erst mal weiter bleiben…

Stay tuned!



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